Als Clowns verkleidet marschierte der Elferrat der Großen Karnevalsgesellschaft Düsseldorfer Uzbröder in den Radschlägersaal in der Rheinterrasse. Durch das dreistündige Programm führte der Präsident Dietmar Kürten, der bei manchen Vorträgen wortwörtlich "Hand anlegen" musste.
Nicht nur in Ihrer Uniform, sondern in bunten Clownskostümen marschierte der Elferrat in den geschmückten Radschlägersaal in der Rheinterrasse ein und eröffnete die Prunksitzung. Die große Karnevalsgesellschaft Düsseldorfer Uzbröder bot den etwa 600 Gästen ein abwechslungsreiches Programm und feierte noch bis in die frühen Morgenstunden. Wie jedes Jahr brachte Michael Hermes zu Beginn das Publikum in Schunkellaune und gab unter anderem das diesjährige Mottolied "do bes de platt" zum Besten. Auch Prinz Lothar I. und seine Venetia Ute I. (Foto) besuchten die Veranstaltung in dem Saal, in dem sie im November zum Prinzenpaar gekürt wurden.
"Von hübschen Frauen umgeben"
Nach dem Empfang des Prinzenpaares war Präsident Dietmar Kürten etwas verunsichert: Sein erster Gastredner schien nicht anwesend zu sein. Dann platzte Tante Gertrud (Andrea Chwieja) in den Saal und hatte Mühe, die Bühne zu finden: "Ich bin gar nicht der angekündigte Star. Ich mach nur die Vertretung für meine Freundin Angelina", wandte sich die "alte Dame" an das Publikum.
Kürten fühlte sich am Abend "von hübschen Frauen umgeben", hatte es aber nicht leicht. Statt seine Gäste zu "veruzen", wurde er selbst ordentlich auf die Schippe genommen: Mal juckten Tante Gertrud die Flöhe: "Herr Präsident, könnten Sie mal bitte" - und Kürten musste persönlich Hand anlegen und Tante Gertrud vom Juckreiz befreien. Mit "Strunz un Büggel" (
Walter Lorenz und Wolfgang Raschke), so erzählten die beiden, stand der Präsident im Bademantel vor dem Himmelstor und trällerte ein äußerst amüsantes Marien-Lied. Da die beiden mit Melonenhut und roten Köfferchen ausgestatteten Komiker Strunz un Büggel sich verspäteten, musste Susi Jeckeschoss (Marlies von Rompaey) flexibel sein und etwas eher auf die Bühne. Aber die Hessin blieb gelassen und berichtete in aller Ausführlichkeit von Ihren Erlebnissen mit den Männern.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Westerwaldsterne, das Tanzcorps des Vereins Blau-Weiß Uckerath. Mit akrobatischen Sprüngen und gewagten Figuren begeisterten die 40 Tänzer das Publikum und gaben auf Wunsch der Gäste zwei Zugaben. Danach kam Uwe Derks auf die Bühne. In seinem großen Koffer hatte der Bauchredner den 94-jährigen Willi Kowalski dabei, seine Handpuppe. Dieser flirtete heftig mit den Damen in der ersten Reihe und erzählte von Eskapaden im Altersheim.
Zum Schunkeln und Tanzen regten "Die Füchse" und das Fanfarencorps "Die Kaafsäck" an. Die Kapelle "Werner Bendels" begleitete das Programm und die Einmärsche der Komiker. Na
Quelle: von Tamara Heck - Rheinische Post - Dienstag, 27. Januar 2009